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Wo ist die Zeit hin? 15 Tipps für mehr Entschleunigung

Entschleunigung

Blickst du auch, wie ich, gerade auf das Jahr 2017 zurück und denkst dir:

„Wo ist die Zeit nur hin?“

Die Tage sind verstrichen und die Wochen nur so verflogen und dabei kannst du dich doch noch ganz genau an letztes Jahr Silvester erinnern und an deine ins Sektglas gehauchten Vorsätze fürs neue Jahr.

Neben den üblichen Sachen, wie mehr Sport machen, mehr Lesen und schlechte Gewohnheiten ablegen, wolltest du vor allem eines:

Mehr leben. Mehr genießen.

Mehr Zeit haben und mehr Raum für dich?

Mehr entschleunigen.

Doch zusätzlich zu all den To-Do-Listen, die du abarbeiten musstest, blieb einfach gar nichts mehr übrig vom Tag?

Neben den vielen Aufgaben in deinem Job und dem stressigen Alltag war Kreativzeit meistens Fehlanzeige?

Die restlichen freien Minuten wolltest du zumindest noch dein Sozialleben aufrecht erhalten oder ganz in Ruhe netflixen?

Yep! Genauso ging es mir auch.

Eigentlich wollte ich die Vorweihnachtszeit so richtig genießen.

Stressfrei! Runterfahren. Entschleunigen.

Ich wollte KEINE Geschenke kaufen und das Jahr ruhig ausklingen lassen. Pläne machen, lesen, mich mit Freunden treffen. Offline sein!

Bis da eine E-Mail in meinem Postfach gelandet ist, mit einem kurzfristigen Jobangebot.

Und dafür bin ich auch sehr, sehr dankbar, denn finanziell kam das genau zur richtigen Zeit.

Also arbeitete ich noch fünf-sieben Stunden pro Tag zusätzlich für den neuen Kunden.

Zusätzlich zu meinem Teilzeitjob.
Zusätzlich zu sämtlichen Projekten, die ich noch im Kopf hatte für meinem Blog und zu den Aufträgen anderer Kunden.
Zusätzlich zu den Dingen, die ich machen wollte, wie Freunde treffen, Familie besuchen und noch die Wohnung sauber halten.

Es war einfach sehr, sehr viel. Zu viel.

Daher habe ich mich gefragt, wie es mir gelingen könnte, nicht mehr so gestresst alle Aufgaben abzuarbeiten, sondern tatsächlich MEHR ZEIT zu haben.

Mehr Me-Time.
Mehr Quality-Time.
Mehr Zeit für Genuss, Spontanes und auch Unvorhergesehenes.
Mehr vom Leben.
Mehr Entschleunigung!

Hier sind 15 Tipps, wie du mehr lebst!

1. Einen Tag nichts ausmachen und nicht nach der Uhr leben

Halte dir einen Tag in der Woche frei!

Komplett frei.

An diesem Tag machst du nichts vorher aus. Lass dir Zeit für spontane Unternehmungen oder eben auch nicht.

Leg dir auch keine gut gemeinten, selbstfürsorglichen „Belohnungen“ auf diesen Tag wie zum Beispiel zum Friseur gehen oder zur Massage oder zum Yoga. Jedenfalls nicht im Vorhinein, denn du sollst keine Verpflichtungen haben und nicht das Gefühl, dich nach irgendetwas richten zu müssen.

Lass den Wecker ausgeschaltet und am besten auch gleich das ganze Handy im Flugmodus. Digital Detox und völlige Entschleunigung ist das Einzige, was an diesem Tag zählt!

Vergiss, wie spät es ist und esse, schlafe und mache Dinge wann und wie lange DU willst.

Wenn du normal arbeitest, wird es schwer sein, dir einen ganzen Tag frei zu halten, da dieser Tag wahrscheinlich entweder Samstag oder Sonntag sein müsste und deine kostbaren Wochenenden vermutlich gut durchgeplant sind, aber vielleicht schaffst du es ja immerhin alle zwei Wochen.

2. Sei vorbereitet auf Unvorhergesehenes

Als ich den neuen Kunden bekam, war plötzlich keine Zeit mehr, mir um andere Dinge Gedanken zu machen. Mein Blog lag auf Eis und auch für die anderen Kunden konnte ich kaum noch etwas schaffen. Denn: ich hatte kein Konzept. Nichts vorausgeplant. Nie vorgearbeitet.

Daher: Leg dir eine Struktur an, plane schon einmal grob die Ziele, Konzepte und bereite vor!
Mach diese „Kreativ-Arbeit“, wenn Zeit dafür ist und schiebe sie nicht gezwungenermaßen rein, wenn es eigentlich gerade überhaupt nicht passt, und du keinen Kopf dafür hast. Sei vorbereitet. Immer.

Das Gleiche gilt übrigens auch für Dinge wie deine Wohnung. Du kannst natürlich einmal die Woche Großputz machen und dafür den ganzen Samstag opfern. Du könntest aber auch jeden Tag ein bisschen was machen und müsstest dich dann nicht mal schämen, wenn freitags unerwartet jemand vorbeischneit. Gleichzeitig verlierst du keinen ganzen Tag, hast mehr Zeit für Entschleunigung und es sammelt sich erst gar nicht so viel an.

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3. Entschleunigung durch „Weniger ist mehr“! Setze Prioritäten

Meistens liegt es gar nicht daran, dass wir zu wenig Zeit haben, sondern daran, dass wir zu viel schaffen wollen.

Zu viele Hobbys, Ideen, Projekte, Freunde, Vorhaben und Verpflichtungen überfordern uns schlichtweg.

Da gilt es auszumisten, denn weniger ist tatsächlich mehr.

Was bringt es, zwanzig Freunde zu haben, wenn man sowieso keine Zeit hat, sich mit allen zu treffen, und was bringt es überhaupt Freunde zu haben, nur weil man mal befreundet war, aber sowieso nichts mehr gemeinsam hat?

Klar wäre es schön, die Karriereleiter hochzuklettern, gleichzeitig viermal im Jahr zu vereisen, Zeit mit seinem Partner zu verbringen und sich nebenher noch ehrenamtlich zu engagieren. Doch wahrscheinlich fühlst du dich auf so einem Weg ausgelaugt, zerrissen und so, als würdest du niemandem gerecht werden.

Überlege daher, was den größten Wert für dich hat und dir den meisten Nutzen bringt. Das sind die Dinge, für die du dann Zeit aufbringen solltest. Alles andere fällt hinten herunter! Schlepp es nicht mehr länger mit.

4. Entschleunigung durch Blöcke bilden

Ein toller Zeitmanagement-Tipp ist die Bildung von Blöcken. Wichtige Telefonate kannst du vielleicht alle hintereinander an einem Vormittag abdecken. Sammle E-Mails und beantworte sie am Stück. Kaufe alle Geschenke auf einmal ein. Leg dir all deine jährlichen Arzttermine auf einen Tag, dann musst du dich nicht länger als nötig damit beschäftigen.

5. Entschleunigung durch die Fünf-Minuten-Regel

Alles was du innerhalb von fünf Minuten erledigen kannst, wird sofort erledigt. Es wird nicht erst auf die To-Do-Liste geschrieben, sondern einfach schnell gemacht. Das hat nicht nur den Effekt, das du Zeit sparst, sondern auch, dass du ein kleines Erfolgserlebnis hast. 1:0 gegen deine Aufschieberitis.

6. Löse falsche Glaubenssätze auf

Überlegst du vielleicht manchmal deine Stunden zu reduzieren? Statt Vollzeit Teilzeit zu arbeiten, oder 80%?

Weniger Sorgen als um das Geld machst du dir dabei wahrscheinlich vor allem, was die andern dazu sagen könnten? Deine Kollegen, deine Freunde, deine Verwandten? Sie denken vielleicht, du bist faul? Wenn du ein Mann bist, denken sie, du bist unmännlich und kannst später nicht einmal deine Familie richtig versorgen. Du verbaust dir damit natürlich auch alle Chancen auf eine Beförderung.

Doch trotzdem verschlingt die Arbeit deine Lebenszeit und du hast das Gefühl nur sechs Wochen im Jahr richtig zu leben, nämlich in deinem Urlaub?

Dann bleibt dir nichts anderes übrig als entweder weiter im Hamsterrad zu strampeln oder aber die innere Stärke zu entwickeln, für dich und deine Bedürfnisse einzustehen! Blöde Sprüche und (neidische) Verurteilungen sind etwas, womit wir leben müssen auf unserem Weg der Selbstverwirklichung.

7. Bye bye Perfektionismus – setz dir selbst Deadlines & strecke deine Deadlines

Dein Perfektionismus steht deiner Entschleunigung gleich auf zwei Art und Weisen im Weg.

Erstens: Du brauchst immer so lange, wie du Zeit hast.

Wer kennt es nicht aus alten Unitagen? Du schreibst bis zum letzen Tag an deiner Seminararbeit, dabei ist es egal, ob du fünf oder acht Wochen Zeit hast. Du schreibst, korrigierst, lektorierst so lange herum, bis du sie abgeben musst.

Genauso ist es mit all unseren Aufgaben.

Arbeit dehnt sich so lange aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht.

Doch gerade der häufig zwanghafte Perfektionismus zu Ende jeder Aufgabe ist überhaupt nicht notwendig. Meistens merken andere den Unterschied gar nicht, ob du noch alle Fehler perfekt ausgemerzt hast. Und meistens machen 20% der Arbeit 80% des Resultats aus. Das heißt die restlichen 80% der Arbeit wird eigentlich nur noch für die Kleinigkeiten aufgebracht und verschlingt dennoch die größte Zeit.

Deshalb verzeiht bitte, falls hier der ein oder andere Rechtschreibfehler meinem zweifachen Korrekturvorgang entgangen ist 😉

Versuche doch einfach mal dir kurze Deadlines zu setzen. Höchstens drei Minuten für das Beantworten einer Email. 60 Minuten für das Schreiben eines Konzepts usw. Die Pomodoro-Technik eignet sich dafür auch ganz wunderbar.

Zweitens: Lebe mit dem Unperfekten.

Deine neue Wohnung muss nicht in zwei Monaten komplett eingerichtet und ready sein, wenn du dafür einfach gerade keine Zeit hast. Jedes Großprojekt, dass du angehst, zieht dir Zeit von etwas anderem, und meistens ist das deine Freizeit und deine wertvolle Zeit für Entschleunigung. Deswegen strecke deine Deadlines, wenn sie zu sehr auf Kosten deiner freien Tage gehen.

8. Sei wirklich bei der Sache – lebe im Jetzt

Wie oft bist du eigentlich gegenwärtig? Also so richtig bei der Sache? Sei es, ob du duschst, das Geschirr abspülst oder nur gerade ein Buch liest.

So oft schweifen unsere Gedanken ab. Blicken sehnsuchtsvoll und aufgeregt in die Zukunft oder schwirren grübelnd in der Vergangenheit.

Selbst wenn wir mit anderen Menschen Zeit verbringen, sind wir oftmals nicht präsent. Wir hören nicht richtig zu, sind am Handy oder in Gedanken schon wieder beim nächsten Projekt.

Fokussiere dich auf das was du gerade tust. Höre dem andern richtig zu und sei bei der Sache. Fühle beim Duschen das Wasser auf deiner Haut, beim gehen den Boden unter den Füßen und beim Miteinander mit anderen die schöne Zeit. Fahre runter, wenn du im Stau stehst oder im Supermarkt mal wieder die falsche Kasse ausgewählt hast. Das Leben schenkt dir Zeit für Entschleunigung.

Im Buddhismus wird sich folgendes Gleichnis erzählt: Es kamen ein paar Suchende zu einem alten Meister und wollten wissen, wie er es schaffe, glücklich und zufrieden zu sein. Sie wären auch gerne so glücklich wie er.

Der Meister antwortete: „Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich.“ Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde.

Einer sagte: „Was du sagst, tun wir auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was ist also dein Geheimnis?“ Es kam die gleiche Antwort: „Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich.“

Nachdem die Suchenden unzufrieden wurden, fügte der Meister nach einer Weile hinzu: „Sicher liegt auch Ihr und Ihr geht auch und Ihr eßt. Aber während Ihr liegt, denkt Ihr schon ans Aufstehen. Während Ihr aufsteht, überlegt Ihr, wohin Ihr geht und während Ihr geht, fragt Ihr Euch, was Ihr essen werdet. So sind Eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo Ihr gerade seid. Das Leben findet immer nur im Jetzt statt. Laßt Euch auf diesen Augenblick ganz ein und Ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein.“

Aus dem Buddhismus

9. Vermeide Multitasking

Multi-Tasking ist der Entschleunigungs- und Zeitkiller Nummer Eins. Denn, wenn wir uns wirklich konzentriert einer Sache widmen und sie ohne Störungen durchziehen, kann es sein, dass wir in einen Zustand des Flows kommen.

Flow (englisch „Fließen, Rinnen, Strömen“) bezeichnet das als beglückend erlebte Gefühl eines mentalen Zustandes völliger Vertiefung (Konzentration) und restlosen Aufgehens in einer Tätigkeit („Absorption“), die wie von selbst vor sich geht – auf Deutsch in etwa Schaffens- bzw. Tätigkeitsrausch oder auch Funktionslust.

Um diesen Zustand je erreichen zu können, müssen wir uns davon verabschieden, vieles nebenbei zu machen. Wir müssen Störungen vermeiden und uns am besten für ein paar Stunden komplett abschotten. Wenn wir telefonieren, nebenher E-Mails checken und noch essen, sind wir nicht nur total gestresst, sondern verpassen auch die Hälfte, machen Flüchtigkeitsfehler und haben keinerlei Entschleunigung oder Genuss dabei.

mehr Zeit

10. Ablehnen und Nein-Sagen

Zeitkiller Nummer Zwei ist: Zu viel annehmen.

Ich muss zugeben, ich liebe es, mich beschäftigt zu fühlen! Dann fühle ich mich wichtig und wertvoll für die Gesellschaft. Traurig eigentlich, überhaupt so zu denken. Denn jeder Mensch ist schon wertvoll geboren, auch wenn er gar nichts macht.

Meistens nehmen wir zu viele Aufgaben an, können schwer „Nein“ sagen und überfordern uns und unsere Kapazitäten. Daher ist es so notwendig, auch mal abzulehnen. Gleichzeitig sollten wir viel öfter mal beherzt: „Ja, ich habe Zeit“ sagen, wenn uns ein Freund anruft! Überlege mal, welche Tage dir besonders im Gedächtnis geblieben sind. Was sind deine schönsten Erinnerungen? Die hast du sicher nicht auf der Arbeit erlebt, sondern dann, wenn du spontan warst und mit anderen zusammen.

11. Lebe nach deinem Biorhythmus

Bevor du ewig an irgendwelchen Aufgaben rumdümpelst, solltest du dich vielleicht mal fragen, ob das jetzt an der Aufgabe an sich liegt oder daran, dass du gerade einfach müde und nicht mehr produktiv bist?

Wenn du morgens zu Höchstleistungen aufläufst, mache alles Wichtige da! Wenn du nachmittags müde bist, erledige dann die Routinearbeiten. Wenn du eine Nachteule (und selbstständig) bist, dann gehe den Tag ruhig an und arbeite nachts – egal was die Gesellschaft dir dein Leben lang eingetrichtert hat von wegen 9to5 und so …

12. Entschleunigung durch Outsourcen

Einerseits finde ich es verrückt, das wir heutzutage so viel arbeiten und so gestresst sind, dass wir für die „normalen“ Dinge des Lebens keine Zeit mehr haben. Wir stellen Putzfrauen an, bestellen unser Essen per Lieferservice und bringen Klamotten zur Reinigung.

Andererseits, warum einen heiligen Tag (oder drei-fünf heilige Stunden) deines Wochenendes für Badputzen und Staubsaugen opfern?

Gib das ab, was dir keinen Spaß macht und gewinne gleichzeitig Zeit.

Auch Aufgaben für deinen Beruf oder dein Business musst du irgendwann lernen abzugeben. Wenn dir das Schreiben einfach so überhaupt nicht liegt, dann besorg dir eine Texterin, bevor du dich stundenlang herumquälst und am Ende dabei nicht mal ein besonders gutes Resultat hast.

In dieser Zeit, während jemand anderes dir die unliebsamen Arbeiten abnimmt, kannst Du vielleicht gleichzeitig richtig Geld verdienen, oder du nutzt die Zeit gezielt um Kunden zu akquirieren. Oder aber eben zum Entschleunigen: Um frei zu haben, durchzuatmen und zu leben!

13. Arbeite rentabler oder vereinfache deinen Lebensstil

Oder beides!

Die Rechnung ist eigentlich ganz einfach. Entweder du verlangst einen höheren Stundenlohn und musst daher weniger Stunden arbeiten, um dir deinen Lebensstandard zu finanzieren, oder du schraubst ihn stattdessen einfach runter.

Wenn du nämlich kein Auto fährst, reicht es auch wenn du 200€ weniger pro Monat verdienst. 200€ geteilt deinem Stundenlohn, ergibt die Arbeitszeit, die du für dein Auto aufbringen musst. Wieder eine einfache Rechnung! Muss es wirklich die große Wohnung sein? Der fünfte Pulli diesen Monat? Das Fünf-Sterne-Hotel?

Am besten ist natürlich du kombinierst höhere Stundenlöhne mit niedrigerem Lebensstandard. Schlau, nicht? 😉

entschleunigen

14. Eliminiere Zeiträuber!

Hilfe, Hilfe, Hilfe! Ich darf gar nicht daran denken, wie viel Zeit ich dieses Jahr auf Social Media verbracht habe.

Wie viele Stunden ich mit dem Stalken von wildfremden Menschen verschwendet habe. Wieviele Tage ich neidisch durch Urlaubsbilder geklickt habe und teilnahmsvoll durch Schicksale von Leuten, die ich nicht kenne. Beim iPhone lässt sich die „Benutzung seit letzter vollständiger Ladung“ sehen.

Ich traue mich gar nicht zu sagen, dass da manchmal bis zu acht Stunden auf dem Display standen! Sagen wir mal, im Schnitt habe ich fünf Stunden am Tag am Handy verbracht, dann waren das aufs Jahr gerechnet 1825 Stunden.

Das sind volle !76! Tage ohne schlafen, die ich am Handy verbracht habe!

Was hätte ich doch in dieser Zeit alles erreichen können und wieviel hätte ich in dieser Zeit LEBEN können. Offline, in der realen Welt.

Wenn es dir genauso geht, dann sag bitte nie wieder „ich habe keine Zeit“, denn da ist die Zeit geblieben – eindeutig! Da können wir noch so viele Minuten mit schnellen E-Mails einsparen, fünf Stunden am Tag ist einfach zu viel.

Vielleicht ist es bei dir nicht mal unbedingt das Handy, sondern eher der Fernseher. Und vielleicht sind es bei dir nicht mal fünf Stunden, sondern nur zwei? Dann sind es „nur“ 730 Stunden, also 30 Tage und Nächte, die du im Jahr verlierst.

Unwiderruflich.

Ich meine, natürlich ist Fernsehschauen etwas Entspanntes und Social Media etwas, das Spaß macht. Es geht nicht darum, das zu verbannen, es geht nur um einen bewussteren Umgang und vor allem der Problematik „Wo ist die Zeit hin?“ auf die Spur zu kommen.

15. Was willst Du eigentlich mit der freien Zeit tun?

Menschen, die ihr ganzes Leben lang gearbeitet haben und dann in den Ruhestand eintreten, wissen plötzlich überhaupt nicht mehr, was sie mit ihrer Zeit anfangen sollen. Sie haben sich so daran gewöhnt, immer vom System beschäftigt zu werden, dass sie ganz vergessen haben, was ihnen eigentlich Spaß macht und wofür sie ihre freie Zeit nutzen könnten.
Das ist vermutlich auch der Grund für die Gegenstimmen des Bedienungslosen Grundeinkommens. Die Menschen haben Angst, dass sie ohne Arbeit nichts mehr wert sind.
Natürlich braucht jeder eine Aufgabe, aber nur etwas machen, um beschäftigt zu sein?! Unser modernes Leben als gigantische Beschäftigungsmaschinerie, nur damit der Mensch von heute seine innere Leere nicht mehr spürt …?!

Entschleunigung bedarf der Ruhe, des Nichtstuns und sogar der Langeweile.

Frage dich mal, was du tun würdest, wenn du keinen Druck hättest, Geld zu verdienen. Wenn es nur darum ginge, das tun zu können, was du wirklich willst.

Was wäre das? Womit möchtest du deine Zeit füllen? Von was brauchst du unbedingt mehr? Und von was weniger? Wie praktizierst du Entschleunigung im Alltag?

Deine Ronja

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6 Kommentare

  1. Hey Ronja:)
    Super Artikel der einen echt zum Nachdenken bringt. Ich hab heute selbst erst über dieses Thema nachgedacht, deinen Tipps haben mir da nochmal sehr geholfen, davon nehme ich auf jeden Fall etwas mit!
    Liebe Grüße

    Antworten

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