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Wie du mit einer Aussage dein Leben ändern kannst

Leben ändern

„So bin ich eben!“

Einer der Sprüche, die mich am meisten aufregen.

Denn dieser Spruch hat sowas Endgültiges, Feststehendes, nicht Veränderbares.

Komm klar damit, oder lass es.

Mit dem Spruch „So bin ich eben“ gibt man jegliche Verantwortung ab und rechtfertigt seine schlechten Eigenschaften mit einem sturem „Basta!“

Doch SO kommt niemand auf die Welt.

Wir sind Menschen und lassen uns formen durch unsere Erfahrungen, unsere Umwelt und am Wichtigsten: durch unsere Gedanken. Wir können unser Leben ändern. Jederzeit.

Wir haben die Intelligenz uns kritisch reflektieren zu können, können Momentum aufbauen, haben Ehrgeiz und Willenskraft, die trainiert werden kann.

Lange Zeit in meinem Leben habe ich mir eingeredet, einfach nicht so klug wie die anderen auf meiner Schule und später dann auf der Uni zu sein. Die sind einfach schlauer als ich!

„Ich bin nunmal schlecht in Mathe, nicht sonderlich sportlich und habe keinerlei Orientierungssinn.“

Umso erstaunter war ich, als ich die erste Eins auf der Uni bekam, mir das Laufen plötzlich Spaß machte und ich mich ganz allein in einem fremden Land zurechtfand.

Erst tat ich es als einen Zufall ab und erzählte mir die Geschichte, einfach an einen netten Professor geraten zu sein. Einfach einen guten Tag gehabt zu haben. Einfach am richtigen Ort gewesen zu sein.

Die andern kochen auch nur mit heißem Wasser

Die ersten Wochen an der Uni waren besonders hart. Fremdwörter wurden nur so um sich geschmissen. Kühne Theorien aufgestellt und wie selbstverständlich von Büchern gesprochen, von denen ich noch nie im Leben gehört hatte.

Ich war wie erstarrt.

Keiner durfte merken, dass ich mich hier so reingeschmuggelt hatte mit meinem 3,0 Abi und einer hingeschmissenen Ausbildung.

Nach meiner Schockstarre begann ich mich reinzuhängen und bereitete mich endlich auf die Stunden vor. Ich beäugte meine Kommilitonen, von denen ich dachte, dass sie super intelligent sein müssten und merkte plötzlich:

Das was sie sagen, ist so viel heiße Luft.

Die Fremdwörter klangen zwar immer noch angestrengt überheblich, aber nicht mehr gar so fremd, die Bücher waren mittlerweile vertraut, ich bildete meine eigenen Theorien und mein Schamgefühl ließ nach.

Vor allem aber merkte ich: Die andern sind gar nicht schlauer als ich, sie waren nur besser vorbereitet.

All die Jahre hatte ich mir eingeredet, dümmer zu sein, weniger zu wissen. Seit Jahren redete ich mir zum Beispiel ein, nicht sprachbegabt zu sein.

Nur wegen einer schlechten Erfahrung während der Schulzeit.

Mantraartig.

Ich kann es nicht!

Die Uhrzeitformel: Negativ > positiv

„Ein Mindset arbeitet vor dem Hintergrund unserer Prägungen wie ein Filter, der bestimmt, wie wir unsere Umgebung, aber vor allem unsere eigenen Möglichkeiten wahrnehmen.“ Anja Rassek

Das Problem, dass sich uns negative Erfahrung weitaus dramatischer in unser Gedächtnis brennen als positive, stammt schon aus der Urzeit. Damals musste die Steinzeitfamilie natürlich jederzeit auf der Hut sein vor möglichen Gefahren. Es war wichtiger, dass sie sich die giftigen Pflanzen merkten, als die ungiftigen. Daher sind wir biologisch schon auf Gefahren, Probleme und leidvolle Erinnerungen ausgelegt.

Und im Laufe unseres Lebens erleben wir so einige Rückschläge, Probleme und Niederlagen.

Ein starker Geschichtenschreiber: Unsere Schulzeit

Besonders unser Schulsystem, dass nur auf die Bewertung stupider Auswendiglernerei ausgelegt ist, vermittelt uns früh das Gefühl, nicht zu genügen.

Wir messen unseren Wert an Noten.

Haben wir gute Noten, werden wir gelobt und fühlen uns wertvoll.

Haben wir schlechte Noten, fühlen wir uns als Versager.

Genauso, wenn wir merken, etwas ist nichts für uns – vielleicht die angefangene Ausbildung oder das Studium – und wir schmeißen es, kommt das unserem Verstand einer persönlichen Niederlage gleich.

Doch nicht wir versagen, das System hat versagt.

Nicht wir als Mensch sind schlecht, wenn wir etwas nicht können, vielleicht waren es nur die Umstände oder unsere Lernmethoden.

Fakt ist: Unser Schulsystem ist so aufgebaut, dass Kinder aus bildungsstarken Familien als Gewinner daraus hervorgehen, und Kinder aus bildungsschwachen, bildungsfernen Familien darin untergehen.

Jeder ist ein Genie! Aber wenn du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzen Leben glauben, dass er dumm ist. Albert Einstein

Leben ändern

Was ist deine hängengebliebene Schallplatte?

Vielleicht erinnerst du dich noch an solche Auslöser aus deiner Schulzeit oder deiner Kindheit, die dein System völlig neu programmiert hatten.

  • Ich kann XY nicht.
  • Ich schaffe XY nicht.
  • Ich bin nicht gut genug.
  • Ich bin schlechter, hässlicher, dümmer als alle anderen …

Mantras die du dir unterbewusst immer wieder sagst. Leise oder laut wie eine hängengebliebene Schallplatte.

Die du so verinnerlichst, dass sie zwangsläufig wahr werden müssen.

  • Ich bin kein Frühaufsteher.
  • Ich mag kein gesundes Essen.
  • Ich kann mich nicht lange konzentrieren.
  • Ich bin glücklich, sobald ich abgenommen habe.
  • Ich fange an zu leben, wenn ich endlich mehr Geld habe.
  • Ich muss erreichbar sein und kann es mir nicht leisten, auch nur einen Digital Detox Day einzulegen.

Das sind alles Geschichten, die wir uns über uns selbst erzählen.

Identitäten die wir kreieren.

Glaubenssätze, die unser Handeln bestimmen.

Der einzige Faktor, der dein Leben ändern wird

Finde diesen Auslöser, geh zurück zu dem Moment, als du dir diese Geschichte zum ersten Mal über dich erzählt hast.

Und dann ändere das Einzige, das zählt: deine Geschichte!

Triff neue Aussagen! Neue Wahrheiten! Sprich sie aus. Womöglich reicht sogar eine davon aus, die dein Leben ändern wird.

  • Frühaufsteher sind erfolgreich.
  • Sportler sind erfolgreich.
  • Kurze Konzentrationsphasen sind produktiver, als lange Arbeitsphasen mit Ablenkungen.
  • Du bist genau richtig so.

Sobald diese veränderte Story sich in deinem Kopf verankert, werden deine Handlungen zwangsläufig zur Konsequenz.

Du wirst, was du denkst. Oprah Winfrey

Statt zu sagen: Ich bin kein Läufer, sagst du nun, Läufer sind erfolgreich. Ich will erfolgreich werden. Also laufe ich. Und du verlässt dafür sogar deine Komfortzone!

Schaffe es, deine Geschichten zu verändern und du wirst dein Leben ändern!

Schluss mit den Verlierer-Storys, die wir uns schon viel zu lange eingeredet haben, oder unsere Lehrer, unsere Eltern, unsere Freunde. Schluss mit den traurigen Opfern der Umstände, zu denen wir uns stilisiert haben.

Sieh zu, dass deine Gedanken, da sind, wo du sie haben möchtest, so sind, wie du sie denken möchtest und du ziehst das in dein Leben, was du wirklich willst.

As simple as that!

Welche Storys über dich schleppst du schon viel zu lange mit dir herum? Welches Mantra läuft in deinem Kopf auf Dauerschleife? In welchem Bereich würdest du gerne dein Leben ändern?

Ich freue mich, wenn du deine Gedanken mit uns in den Kommentaren teilst.

Deine Ronja

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