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Was ein „Fuck Off“-Konto ist und warum du eines brauchst

Fuck Off Konto

Vor kurzem stieß ich auf den sehr interessanten Artikel „A Story of a Fuck Off Fund“, in dem die Autorin eindrücklich beschreibt, wie selbstbestimmt wir in der Theorie in unangenehmen Situationen handeln wollen, wie antastbar diese Grundsätze allerdings im echten Leben werden können, ohne einen Notgroschen auf der Seite zu haben.

Zusammengefasst geht der Text in etwa so:

Vielleicht kennst du eine der Situationen aus deinem eigenem Leben?

Du kommst nicht aus der unbezahlten Praktika-Schleife hinaus oder hast eine völlig unterbezahlte Stelle.

Du musst Studiengebühren zurückzahlen und deine Kreditkarte ist auch schon bis zum Limit belastet.

Du würdest gerne deine unglückliche Beziehung beenden, aber kannst dir die Miete nicht alleine leisten.

Du möchtest mithalten mit deinen Freunden und Arbeitskollegen oder dich einfach nur selbst verwöhnen und kaufst dir deshalb regelmäßig neue Klamotten.

Dein Chef kotzt dich an, aber du kannst nicht kündigen, da du auf das Gehalt absolut angewiesen bist.

Dein Auto schluckt viel zu viel Geld, aber du willst dieses Stück „Freiheit“ nicht aufgeben.

Deine Möglichkeiten in diesen „Fuck Off“-Situationen sind begrenzt.

Entweder du hältst durch in der miesen Beziehung und dem schlecht bezahlten Job mit dem ätzenden Chef oder

du triffst Vorkehrungen, dass es gar nicht so weit kommen kann.

Denn willst du nicht lieber der Mensch sein, der jedem „Fuck you“ entgegnen kann, der ein „Fuck you“ verdient, ohne dich gleich mit Essensmarken an der Tafel stehen zu sehen?

Falls ja, dann starte heute noch deinen persönlichen Fuck-Off-Fond.

Um dieses Konto aufzubauen, verändert du deinen gewohnten Lebensstandard des armen Studenten auch nicht, wenn der erste Gehaltscheck eintrudelt.

Du fährst weiterhin das alte Auto und schränkst dich in deinen Shopping-Eskapaden so gut es geht ein.

Du kellnerst weiter am Wochenende auch wenn du von Montag bis Freitag arbeitest.

Du machst mit deinen Freunden öfter Kochabende als ins Restaurant zu gehen.

Du sparst die ersten 1000, 2000, 3000 Euro und dann soviel, dass du ein halbes Jahr ohne irgendjemandes Hilfe über die Runden kommst.

Nun bist du frei.

Du rührst dieses Geld NIE an.

Es sei denn, eben einer jener Notfälle tritt ein, wie mit dem miesen Job, dem ätzenden Chef oder der unglücklichen Beziehung.

Sobald du dein Leben nach diesem Notfall wieder sortiert hast, sparst du umgehend weiter.

Fuck Off Konto

Fuck-Off-Konto = Selbstbewusstsein

Vielleicht ist es auch gar nicht nötig, den Notgroschen in aussichtslosen Situationen anzurühren, denn allein die Gewissheit, dass er da ist gibt dir die Kraft deine Interessen durchzusetzen.

Du kannst deinem Chef in aller Ruhe sagen, was dich stört oder nach einer Gehaltserhöhung bitten, ohne Angst vor den Konsequenzen zu haben.

Oder deinem Partner erklären, wie du dir eine Beziehung vorstellst.

Das Gefühl, nicht finanziell abhängig zu sein, verschafft dir ein unglaubliches Selbstbewusstsein.

Eine Sicherheit und Ruhe.

Setz dir eine bestimmte Sparquote

Du kannst dein Fuck-Off-Konto auch weniger radikal angehen. Zum Beispiel einen bestimmten Prozentsatz deines Verdienstes beiseite legen, 10-20 Prozent, vielleicht sogar einen Monat mal 50 Prozent. Oder einfach immer dann etwas weg sparen, wenn du gerade etwas auf der Seite hast.

Die Hauptsache ist, du fängst überhaupt an, etwas zu anzusparen, und wenn es nur 10€ pro Woche ist, das sind dann immerhin 520€ im Jahr. Das reicht schonmal für ein Flugticket.

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