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Tim Chimoy, I love Mondays – Ein Buchtipp für alle, die sich selbstständig machen möchten

Tim Chimoy I Love Mondays

Tim Chimoy

 

„Immer wieder liest man von den „harten ersten drei Jahren“, bis langsam alles ins Rollen kommt. Ich weiß nicht warum, aber etwas daran scheint zu stimmen (…)

Nachdem ich mich im Dezember 2011 von meinem vorherigen Arbeitgeber ein wenig überstürzt verabschiedet hatte, gab es zwar viele Ideen, um selbstständig Geld zu verdienen, so recht funktionieren wollte aber keine davon.

Es war der Beginn einer einjährigen Trockenphase, in der ich vor allem von Ersparnissen lebte und zugleich an jeder Ecke meine Ausgaben einschränken musste. Ein Jahr mit nahezu null Einnahmen, einer Menge Instant-Nudeln und vielen schlaflosen Nächten.“

So beginnt Tim Chimoys Buch „I Love Mondays. Arbeit, die du liebst. Freiheit, die du lebst“

Wir erfahren, dass er am Anfang seiner Selbstständigkeit sehr viel Geld verbrannt hat für Websites, Business-Pläne und Visitenkarten. Immer wieder weißt er darauf hin, dass Kundenakquise gerade zu Beginn der Selbstständigkeit das A & O ist.

Erst nach drei Jahren begann seine Selbstständigkeit gut anzulaufen, so dass er seine Architektur-CAD-Zeichnungen nach Rumänien auslagern konnte und selbst (nur noch) die Kunden an Land ziehen musste.

Montag ist die Hölle vs. Thank God its Friday

Tim Chimoy benennt ganz klar, das ein Leben nach den eigenen Regeln nur innerhalb der Selbstständigkeit geführt werden kann.

Ein „Lifestyle-Business“ wie es sich in Amerika nennt, ist ein Werkzeug, sein Leben so zu gestalten, wie es zu einem passt, sei es irgendwo unter Palmen zu arbeiten oder einfach mehr Zeit mit der Familie zu verbringen.

Tim Chimoy verspricht: Jeder kann es schaffen, sich seinen eigenen Job zu „bauen“.

Seine Formel dafür ist: Durchhaltevermögen, Mut und den Willen, Qualität abzuliefern.

Durchhaltevermögen und Hingabe ist der Schlüssel!

Er will mit seinem Buch Menschen dabei helfen, den Mut zu finden, vom Träumer zum Macher zu werden.

Er kennt die Lethargie des Otto Normalverbrauchers, der zwar will, aber irgendwie nicht so richtig ins Handeln kommt. Morgen fang ich an. Oder übermorgen. So verfliegen, die Tage, Wochen, Jahre mit prokrastinieren und nichts passiert!

Wenn der Otto dann mal anfängt, zu machen, dann meistens die kleinen Dinge, denn so kann er möglichst viel auf seiner Tages-To-Do-Liste abhaken und fühlt sich vermeintlich produktiv.

Die „Steine-Kiesel-Sand-Geschichte“

tim chimoy

Tim Chimoy will damit die Wichtigkeit unserer Prioritäten aufzeigen.

Die großen Steine sind die wirklich essenziellen Sachen, wie Partner, Familie, Freunde, Erinnerungen und Momente. Danach kommen die Kieselsteine: Sie bringen dich im Leben langfristig voran, mit ihnen baust du dir ein stabiles Einkommen auf. Sie haben nachhaltigen Einfluss auf dein Leben – das kann der Schritt in die Selbstständigkeit sein, das Buch, das du fertig schreiben möchtest, wichtige Telefonate, die du hinausschiebst oder deine Finanzplanung.

Der Sand sind die kleinen Dinge, die uns oft unheimlich wichtig erscheinen, die aber im Grunde kaum Langzeitauswirkungen haben, da sie oftmals jeden Tag anfallen: E-Mails schreiben, aufräumen, Steuern machen. Diese Dinge müssen gemacht werden, aber sie sollten immer zuletzt kommen! Dann, wenn die wichtigen Dinge bereits erledigt sind und ihren Platz in der Schüssel haben.

Wir ertappen uns wahrscheinlich selbst, wenn wir wie Chimoy es getan hat, hunderte E-Mails versandt haben, unseren Desktop aufgeräumt haben und somit viele Punkte auf unserer To-Do-Liste abarbeiten konnten, aber dadurch nie Zeit für die wirklich wichtigen Aufgaben zu haben.

Für ihn als Autor und Blogger hieß das: Bevor er nicht mindestens 2000 Wörter pro Tag geschrieben hatte, war alles andere nebensächlich!

Die Nischenkraft des Internets

Die Nischenkraft des Internets öffnet vielen Menschen Türen, die diesen früher  verschlossen geblieben wären. Tim Chimoy nennt vorab drei Beispiele:

  1. Sein eigenes erstes Buch „Handbuch für ortsunabhängiges Arbeiten: Kündige deinen Job und starte ein Freiheits-Business“ wurde via Amazon-Selfpublishing veröffentlicht und brachte ihm dank der Unterstützung seiner Blog-Leser im ersten Jahr knapp 15.000 Euro Einnahmen. Er musste keine Verlage anbetteln und wurde auch niemals abgelehnt.
  2. Eine gute Idee, aber kein Geld zur Umsetzung: Crowdfounding
  3. Ein digitaler Zeichner, der zu „cyberpunkig“ unterwegs ist, um als Dienstleister zu arbeiten und gleichzeitig zu „unkünstlerisch“ nach klassischen Maßstäben erscheint, findet – dank Nische im Netz – die richtigen Abnehmer für seine Produkte.

Der Portfolio-Mensch

In unserer heutigen Gesellschaft verlieren Titel und alte Berufsmuster immer mehr an Bedeutung. Heutzutage muss jeder Angestellte als Selbstständiger agieren und das Unternehmen als Kunden betrachten sowie sich selbst als Dienstleister. Erfahrungen sammeln wird im Gegensatz zu Jobtiteln immer wertvoller.

Zum Thema Leidenschaft bekennt er sich ganz klar: Leidenschaft ist schön und gut, sie sollte aber zunächst mal nicht krampfhaft dafür eingesetzt werden, Geld zu verdienen. Lieber erst den Weg des geringeren Widerstandes gehen.

Viele Selbstständige warten immer auf die perfekte Idee oder planen und schreiben To-Do-Listen. Doch das alles ist (so gut wie) NICHTS wert, das Wichtigste ist das TUN:

Die Umsetzung einer Idee ist der eigentliche Erfolgsfaktor. Ideen sind nichts wert, solange man nicht mit Vollgas an deren Umsetzung arbeitet.

Hier noch stichpunktartig ein paar seiner Tipps:

Wie kann ich den Planungs-Modus überwinden?

  • Bye-Bye Perfektionismus
  • Hallo Prioritäten
  • Fokus
  • Durchziehen, kurz justieren, weitermachen
  • Den Markt testen
  • Termine setzen und ankündigen

Anti-Prokrastinieren-Tipps von Tim Chimoy:

  • Teile das Projekt in Teilschritte
  • Werde Verführungen los (Facebook-Binge-Watching)
  • Fokussierung begünstigen
  • Fang weniger an, schließ mehr ab. Ein Projekt nach dem anderen

Fazit zu Tim Chimoys „I love Mondays“:

„I love Mondays“ von Tim Chimoy ist perfekt, für alle die auf dem Weg sind, sich selbstständig zu machen, oder die mit dem Gedanken daran spielen. Der erste Teil des Buchs gibt Anmerkungen, mit welchem Mindset und welchen Gewohnheiten man am besten an die Sache rangeht. Er enthält einige Learnings, die er selbst am Anfang seiner Selbstständigkeit durchmachen musste. Das Wichigste wohl:

Ohne Kunden kein Geschäft. Verschwende keine Ausgaben in PCs, Websites oder Visitenkarten, wenn nicht erst die ersten Euros verdient wurden.

Aber auch zum Beispiel auch Tipps für das Leben à la:

Achte auf wessen Meinung du hörst. Jeder da draußen hat eine Meinung, aber nicht jede Meinung ist auch qualifiziert.

Die zweite Teil des Buches sind wie im Untertitel genannt „inspiriende Geschichten von 16 erfolgreichen Querdenken“. Diese regen zu Ideen an, wenn man vielleicht noch nicht weiß, mit was man alles Geld verdienen könnte.

Meiner Meinung nach sehr lesenswert, nicht zuletzt wegen Tim Chimoys sehr gelungenem, unterhaltsamen Schreibstil!

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4 Kommentare

  1. Danke Danke für diesen wunderbaren Beitrag! Ich konnte für mich einiges mitnehmen, und auch einiges bestätigen. Ich beobachte oft an Menschen, wie sie nicht ins Handeln kommen, und stattdessen lieber ihr ganzes Leben im gelichen Trott verbringen und nie etwas ändern werden. Ich finde das immer wieder erstaunlich, weil ich so nicht glücklich werden würde… Liebe Grüße!

    Antworten

    • Lieber Wilhelm,

      danke für deinen Kommentar. Ich würde so auch nicht glücklich werden, aber bei diesen Menschen ist wohl der Leidensdruck noch nicht groß genug. Manche fühlen sich so sicherer und das ist ihnen vielleicht mehr wert. Danke dir!

      Viele Grüße
      Ronja

      Antworten

  2. Danke für deinen Buchtipp. Werde ich sicher lesen. Ich bin gerade dabei mich im Social Media Bereich selbständig zu machen. Die ersten Kunden habe ich schon. Es hat sich schnell rumgesprochen, dass ich ehrlich und zuverlässig bin und qualitativ gute Arbeit abliefere. Ich musste nicht mal Werbung machen. Irgendwie kommt jetzt alles ins Rollen. Und ich freue mich riesig darauf!

    Antworten

    • Hi Tamy,

      super, damit hast du alles richtig gemacht. Nichts ist besser als wenn sich deine tolle Arbeit herumspricht und du dadurch weiterempfohlen wirst! Danke für deinen Beitrag.

      Viele Grüße
      Ronja

      Antworten

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