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Produktivitätshack für Studenten und Selbstständige: Die 3-Tage-Woche

3-Tage-Woche

Während meine To-Do-Liste wächst und wächst, lenke ich mich immer wieder damit ab, Methoden zu finden, wirklich produktiv zu werden.

Produktives prokrastinieren könnte man fast sagen.

In den Ratgebern stoße ich meistens auf Altbekanntes.

  • Schreib Listen.
  • Setze Prioritäten.
  • Schalte das Handy aus. 
  • Mach nur eine Aufgabe auf einmal.
  • Multi-Tasking ist der Teufel.
  • Eat the frog.

Soweit so gut.

Mir persönlich hat bisher nur die Pomodoro-Technik geholfen. Also wirklich ganz kurze Zeitblöcke von höchster Konzentration. Aber diese Zeitblöcke der Ruhe tatsächlich in den stressigen Alltag einzubauen, ist gar nicht so einfach. Meistens habe ich dabei jedes Mal so viel im Hinterkopf, das noch erledigt werden muss oder ich lasse mich doch wieder von reinkommenden Nachrichten ablenken.

Die Zeit frei einteilen können – Fluch oder Segen?

Einerseits haben Studenten und Selbstständige die große Freiheit, selbst zu bestimmen, wann sie was machen, andererseits benötigen sie dafür auch eine gute Portion Selbstdisziplin.

Wenn einem kein Chef im Nacken sitzt, ist es gar nicht so einfach, jedes Mal aus eigener Motivation heraus, eine Aufgabe fertig zu bringen. Oder sich aus eigener Motivation heraus um die nervigen Nebensächlichkeiten zu kümmern, wie etwa E-Mails beantworten, Rechnungen schreiben oder zu recherchieren.

Ständig hat man als Student und Selbstständiger das Gefühl, dass einem die Zeit nur so durch die Finger rennt. „Was habe ich schon wieder alles nicht geschafft?“ fragen wir uns dann voller Selbstvorwürfe. Besser wäre es, mal hinzusehen: „Womit habe ich meine Zeit eigentlich vergeudet?“

Vor kurzem bin ich jedoch auf eine Zeitmanagement-Methode gestoßen, die ich selbst noch nicht kannte und die vom Autor als Garant für produktives Schaffen als auch für ein entspanntes Leben beschrieben wird. Zwei Dinge, die sich meiner Meinung nach, nämlich immer häufiger ausschließen. Manche Menschen sind so sehr mit Zeitmanagement, Hustlen, Selbstoptimierung und Perfektionismus beschäftigt, dass sie schlichtweg vergessen zu leben!

Bei Dr. Stefan Frädrichs Methode finden sich jedoch sogar zwei von drei „Lebetagen“ wieder.

Die 3-Tage-Woche

Die 3-Tage-Woche hat, anders als der Name vermuten lässt, nichts damit zu tun, nur drei Tage in der Woche zu arbeiten.

Sie ist stattdessen eine Abkehr von unserer typischen 7-Tage-Woche-Strukur, die so aussieht: Von Montag Früh bis Freitag Abend zu arbeiten und am Wochenende „frei“ zu haben, jedoch Dinge wie Haushalt, Wäsche und Einkauf erledigen zu müssen.

Lieber sollten wir seiner Meinung nach selbst entscheiden, wann wir abwechseln zwischen

  • Kramtagen
  • Performancetagen und
  • Sonntagen.

Diese bieten uns den optimalen Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung sowie Konzentration und Zerstreuung.

Wie sehen diese Tage also aus?

Zeitmanagement

Kramtage – Kleinkram muss auch gemacht werden

Rechnungen, Steuererklärung, aufräumen, einkaufen gehen, telefonieren, Papiere sortieren, Sachen abklären, eventuell ins Fitnessstudio gehen, sind Aufgaben, die gemacht werden müssen, aber viel Zeit in Anspruch nehmen.

Wenn wir diese Dinge jeden Tag so „dazwischenschieben“, geht schnell ganz schön viel Zeit flöten. Deshalb blocken wir uns lieber gleich einen ganzen Tag dafür. Das Tolle ist: am Ende fühlen wir uns gut, weil wir endlich alle kleinen lästigen Aufgaben abgehakt haben, ohne uns schlecht zu fühlen, weil wir die wichtigen großen Aufgaben liegen gelassen haben, denn für die gibt es schließlich einen extra Tag.

Bei den Kramtagen wurschteln wir so vor uns hin, rufen unsere Mutter an oder treffen uns auch zum Kaffeetrinken mit Freunden.

An diesen Tagen brauchen wir nicht unsere volle Energie. Daher sind sie zum Beispiel auch nach einem langen Wochenende gut, wenn wir noch etwas müde sind.

Die Performancetage – MACHEN

Performancetage sind die, an denen geleistet werden muss. Sei es, für die Masterarbeit, das wichtige Projekt, das Buch, Drehs, Konzepterstellung und so weiter und so fort. Alles Dinge, die uns wirklich voranbringen und unsere vollste Konzentration erfordern.

An Performancetagen müssen wir uns voll fokussieren, uns sozusagen einen Tunnelblick erschaffen. Wir spannen uns so lange es geht an und hinterher lassen wir mental los, ohne schon wieder an den Kleinkram zu denken, für den ja Zeit am Kramtag ist.

Während wir im Performancemodus sind, sollten wir auch nicht ans Telefon gehen, E-Mails beantworten oder sonstige organisatorische Dinge planen, sondern stattdessen einfach nur machen, kreieren, erschaffen.

Sonntage – Nichts tun

Die Sonntage müssen nicht am Sonntag abgehalten werden, sondern am besten dann, wenn uns danach ist. Die Kram- oder Performancetage können schließlich genauso am Wochenende eingelegt werden. An Sonntagen lassen wir die Seele baumeln, erholen uns oder belohnen uns sogar. Wir liegen herum, lesen Bücher, machen Ausflüge, tun uns Gutes und sind einfach mit dem Leben zusammen.

Ganz ohne schlechtes Gewissen!

Umso toller, wenn wir die Freiheit haben, tatsächlich den Sonntag unter der Woche abhalten zu können, denn durch das antizyklische Verhalten lässt es sich ohne Trubel einen Stadtbummel machen, zu Ikea fahren oder einen Freizeitpark ohne langem Anstehen besuchen.

Vor- und Nachteile der 3-Tage-Woche

Das Zeitmanagementmodell der 3-Tage-Woche ist meiner Meinung nach weitaus nützlicher als so abstrakte Formen wie Pareto-Prinzip oder Eisenhowertechnik. Es lässt zu, dass man nicht jeden Tag super produktiv sein muss, ohne sich deshalb schlecht zu fühlen und es lässt Raum frei, um die ganzen kleinen Nebensächlichkeiten anzugehen, also an den vielen kleinen Rädern zu drehen, nicht nur immer am großen Rad – der Performance.

Dennoch wird dafür gesorgt, Momentum aufzubauen. Denn für für dieses große Rad – das Erschaffen, das Kreieren und das Machen – wird durch extra Zeit und Raum voller Fokus geschaffen.

Dieses Konzept erscheint mir wunderbar, um ALLE Bereiche des Lebens ausreichend zu bedienen und nicht von einer Aufgabe zur nächsten zu hetzen, wie das bei den anderen Produktivitätstechniken häufig der Fall ist.

Einziger Nachteil an dieser Methode ist, dass sie nicht für jedermann umsetzbar ist, sondern eher für Studenten und Selbstständige, beziehungsweise Leute, die sich ihre Zeit frei einteilen können. Allerdings ist es natürlich auch möglich, halbe Performancetage einzulegen und die zweite Hälfte des Tages für Kram oder Erholung zu nutzen.

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2 Kommentare

  1. Sehr cooler Beitrag zum Thema Zeitmanagement! Ich habe für mich auch noch nicht die perfekte Struktur gefunden, werde die 3-Tage Woche definitiv mal ausprobieren:)

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