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Neujahrsvorsätze – Es geht nicht um das „Was“, sondern um das „Warum“

Neujahrsvorsätze

Instagram ist die letzten Tage des Jahres förmlich übergeschwappt vor lauter Jahresrückblicken, guten Neujahrsvorsätzen und Zielen für 2018.

Auch ich selbst habe zurückgeblickt, was letztes Jahr alles gut gelaufen ist und was ich noch verbessern könnte.

Und wie jedes Jahr habe ich auch verschiedene Vorsätze getroffen.

Mal wieder viel zu viele auf einmal.

und und und…

Neujahrsvorsätze – Alle guten Dinge sind 3

Irgendwo habe ich gehört, dass man sich nicht mehr als drei Neujahrsvorsätze vornehmen sollte. Noch besser wäre sogar nur ein einziger, aber das wäre ja fast schon langweilig.

Stattdessen lieber einen Vorsatz aus jedem Bereich:  Gesundheit/Körper, Beruf, Persönlichkeit

Beispiel:

Ziel 1:
Mehr Bewegung + gesünderes Essen

Ziel 2:
Ein Buch schreiben

Ziel 3:
Erfülltere Beziehungen führen

Nun gilt es herauszufinden, ob diese Neujahrsvorsätze denn wirklich unsere Ziele sind oder ob eigentlich ein anderer Wunsch dahintersteckt, zum Beispiel „abnehmen = Partner finden“.

Dann bliebe nämlich die Frage, ob wir denn wirklich glücklich damit wären, wenn wir es geschafft hätten, zwar abzunehmen, aber immer noch keinen Partner hätten.

Viele fühlen sich nach Erreichen eines Zieles leer und fallen in ein tiefes Loch, wenn sie –angekommen bei ihren Träumen – dennoch nicht glücklicher sind. Der Grund dafür ist, dass wir uns im Grunde etwas anderes erhofft hatten.

Das Problem an Neujahrsvorsätzen: Es geht bei den meisten nur um das „Was“, nie um das „Warum“. Man hört immer nur: „Ich nehme mir … vor“, „Im neuen Jahr werde ich…“, jedoch selten, was eigentlich hinter all den guten Vorsätzen steckt!

5 Why – Erkenne deine wahren Beweggründe und frage dich fünfmal „Warum“

Es heißt, um wirklich an den Kern eines jeden Wunsches zu kommen, soll man sich fünf Mal „Warum fragen“. So kannst du herausfinden, was du wirklich willst und wo deine Motivation steckt.

Beispiel:

„Ich will mehr Sport machen“

1. Warum:
„Warum will ich mehr Sport machen?

1. Antwort:
„Weil ich beweglicher sein möchte und kein Couchpotatoe mehr.“

2. Warum:
„Warum möchte ich beweglicher sein möchte und kein Couchpotatoe mehr.“

2. Antwort:
„Weil ich dann fitter bin und nicht mehr so schnell außer Atem.“

3. Warum:
„Warum möchte ich fitter sein und nicht mehr so schnell außer Atem.“

3. Antwort:
„Weil ich ich mich unwohl fühle: Ich habe null Kondition und mein Körper ist außer Form.“

4. Warum:
„Warum will ich mehr Kondition haben und einen schöneren Körper.“

4. Antwort:
„Weil ich dann attraktiver bin und jünger wirke.“

5. Warum:
„Warum willt ich attraktiver und jünger wirken?“

5. Antwort:
„Weil ich dann Willenskraft beweise und Erfolg habe.“

 

Bei den Warum-Fragen wird deutlich, dass hinter dem eigentlichen Neujahrsvorsatz „Mehr Sport machen“ mehrere verschiedene Ziele stecken:

  • gesünder sein
  • attraktiver werden
  • etwas durchziehen
  • erfolgreich sein

Diese Gründe sind unsere eigentliche Motivation, endlich mehr Sport zu machen!

Vorsätze

Nicht etwa, weil wir Sport lieben, sondern weil wir fitter sein wollen, besser aussehen wollen und unseren Disziplinmuskel trainieren wollen.

 

Manifestiere, was der Sport aus dir macht. Wie du dich fühlen wirst, wenn du es tatsächlich einmal durchgezogen hast und dann lass keine Ausreden mehr gelten.

Immer wenn du dann keine Lust hast, sage dir: Ich jogge, weil ich erfolgreich sein möchte, ich jogge, weil ich gut aussehen will.

Nachdem du nun deine wahren Gründe für deine Neujahrsvorsätze herausgefunden hast, wird es Zeit sie einer Prüfung zu unterziehen. Mit dieser Methode findest du heraus, ob sie überhaupt das Potenzial haben, sie durchzuziehen.

Mache deine Neujahrsvorsätze SMART

S – Spezifisch: Was genau soll erreicht werden? Klar formuliertes Ziel – konkret, eindeutig, präzise!

M – Messbar: Woran merke ich, das ich das Ziel erreicht habe?

A – Attraktiv/Aktionsorientiert: Wirkt das Ziel motivierend? Wird es von allen Beteiligten akzeptiert?

R – Realisierbar: Ist es machbar? Das Ziel darf und soll ruhig hoch gesteckt sein, allerdings nicht unerreichbar.

T – Terminiert: Bis wann soll das Ziel erreicht werden?

Wenn wir wieder den „Mehr Sport machen“-Neujahrsvorsatz nehmen, fällt gleich auf, dass dieser so gar nicht smart klingt.

Also muss er umformuliert werden.

Ich möchte bis März 2018 viermal die Woche jeweils 30 Minuten joggen.

Das ist ein spezifisches Ziel, das klar formuliert daher kommt, aus Sport, wurde konkret Joggen.

Es ist messbar: viermal pro Woche à 30 Minuten.

Es ist – wenn man seine Gründe kennt, die man über die „Warum-Fragen“ herausgefunden hat – einigermaßen motivierend 🙂

Es ist realisierbar – viermal die Woche ist für den Anfang vielleicht ziemlich häufig, aber 30 Minuten gehen schnell vorbei.

Und es ist terminiert und zwar bis März 2018. Würde man nämlich „für immer“ nehmen, so würde einen dieses Ziel schnell erdrücken und es wäre auch nicht mehr realistisch.

Hat man es aber bis zu seinem gewählten Termin durchgezogen, kann man extrem stolz auf sich sein und wird das wichtige Gefühl haben, es geschafft zu haben! Danach lässt sich das Ziel einfach weiter anpassen, eventuell mehr Minuten oder Tage dazu nehmen oder eine andere Sportart auswählen. So bleibst du leichter motiviert.

Neujahrsvorsätze – Don’t break the chain!

Wichtig ist, die Kette nicht zu durchbrechen. Mache dir jedes Mal einen dicken fetten Haken in den Kalender, an dem du deine Neujahrsvorsätze schon durchgezogen hast. Hast du dann tatsächlich mal keine Lust, das vierte Mal diese Woche zu laufen, schaue in den Kalender, wie oft du es schon durchgezogen hast. Und dann sieh zu, dass du diese Kette nicht durchbrichst.

Hast du dir für dieses Jahr Neujahrsvorsätze vorgenommen? Wenn ja, welche und bist du noch dabei? Hast du dich nach dem Warum gefragt und sind sie messbar? Rein damit in die Kommentare 🙂

Deine Ronja

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5 Kommentare

  1. Hallo Ronja,

    stimmt, das WARUM ist total wichtig. 🙂 Seitdem ich mich frage, WARUM ich dieses und jenes erreichen/haben will, bin ich viel zielstrebiger. 🙂

    Danke für deinen tollen Text.

    LG Luisa

    Antworten

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  3. Hey Ronja,

    ich kenn das Gefühl, ich halte auch nicht viel von guten Vorsätzen. Meistens sind die sowieso total übertrieben und alles auf einmal (Anfang des Jahres) kann man doch sowieso nicht umsetzen. Meiner Erfahrung nach geht’s eher mit Gewohnheiten, schön langsam und stetig. Genau darum geht’s auch in meinem neuen Projekt, #12x12habits. Ich bin schon gespannt, wie das klappt. =)

    Liebe Grüße jedenfalls,
    Lisa

    Antworten

    • Liebe Lisa,

      das klingt mega spannend! Bin schon gespannt wie die Umsetzung klappt 🙂
      Vielleicht schließe ich mich mal einen Monat an!

      viele Grüße
      Ronja

      Antworten

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