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10 Dinge, die ich meinem 18-jährigen Ich gerne sagen würde

18-jährigen Ich

Erinnere ich mich heute, fast 10 Jahre später, an mein 18-jähriges zurück, denke ich vor allem, dass sich gar nicht so viel verändert hat.
Mein Gefühl, die Welt liegt noch vor mir, es gibt viel Spannendes zu entdecken, ich werde mein Leben so leben, wie es mir gefällt und das meiste aus ihm rausholen, ist noch dasselbe.
Auch die Ängste und Sorgen, was soll nur aus mir werden, für welchen Weg entscheide ich mich, was macht mich wirklich glücklich, sind noch die Gleichen.
Nach dem Abitur war ich felsenfest davon überzeugt, selbst wenn ich zehn Jahre Zeit hätte zu überlegen, ich wüsste trotzdem keine Antwort auf die Frage: Was soll ich studieren? Mache ich besser eine Ausbildung? Oder doch lieber Nummer sicher auf Lehramt?

Heute habe ich zum Glück den Gegenbeweis für diese Theorie.
Meine Ausbildung habe ich geschmissen, mein Lehramt-Studium gewechselt, um meine Leidenschaft zu studieren: Literatur.

Kurz nach meinem Masterabschluss steht nun der nächste große Schritt an – der Berufseinstieg. Nach vielen Praktika, Neben- und Werkstudentenjobs, wurde die leise Stimme immer lauter, die mir nun freiheraus und ohne große Emotionen schlichtweg zuruft: du wirst todunglücklich im 9to5-Job! Mach dich selbstständig!
Gerne hätte ich im Rückblick den Weg dahin schon während der letzten Jahre meines Studiums aufgebaut, doch genau wie bei folgenden Punkten, ist man hinterher immer schlauer.

1. Reise so viel wie möglich – auch alleine

Trau dich! Nie fühlte ich mich so glücklich und voller frischer Ideen wie nach längeren Reisen. Das Meerwasser und die vielen neuen Eindrücke spülen den Kopf gründlich durch, so dass du mit neuen Perspektiven und neuem Mut zu Hause ankommst. Nichts in meinem Leben habe ich mehr bereut als eine abgebrochene Reise, aus Angst vor dem Alleinreisen! Es wäre sicher eine unbezahlbare Erfahrung geworden und ich ärgere mich heute noch darüber. Nicht nur wegen der sicherlich tollen Erfahrungen, sondern auch aufgrund des perfekten Englisch-„Unterrichts“ würde ich meinem 18-jährigen Ich sagen: Bleibe mindestens ein halbes Jahr im englisch-sprachigen Ausland, vielleicht für ein Praktikum oder als Volontär.

2. Spare dein Geld, anstatt es für Klamotten und Lieferservice rauszuschmeißen

Wenn dank Eltern oder Bafög die Studiumskosten gesichert sind, spare alles was drüber hinaus geht. Nie wieder hast du so wenige Fixkosten, Versicherungen und Verpflichtungen. Statt drei mal pro Woche zu shoppen, spar dir das Geld lieber und leiste dir ab und an etwas Wertvolles! Ein volles Konto schenkt dir Freiheit und lindert Existenzängste, was die Freude über neue Billigklamotten sicher überwiegt. Auch ein Wocheneinkauf ist wohl die günstigere Alternative, als jedesmal alleine den Mindestbestellwert des Lieferservice erreichen zu müssen. Spare 10% von allem, was du einnimmst.

3. Kaufe Möbel gebraucht

Nach vier Umzügen in den letzten neun Jahren, habe ich meine jetzige Wohnung bei Weitem am schönsten und gleichzeitig am günstigsten eingerichtet. Ebay-Kleinanzeigen sei Dank! Habe ich früher sämtliche Möbel neu beim schwedischen Möbelhaus gekauft, hole ich dieselben jetzt für einen Bruchteil des Geldes – zusätzliche Vorteile: bereits aufgebaut und meist in Nachbarschaftsnähe.

4. Setz dich nicht unter Druck! Hör auf zu zweifeln! Hab keine Angst!

So viele Nächte voller Sorgen und Ängste. Völlig umsonst! Denn es geht immer irgendwie weiter! Du kannst dich immer auf dich selbst verlassen, auch wenn du das mit 18 noch nicht weißt und dir jemanden wünscht, der dich beschützt. Dieser Mensch bist du selbst. Du kannst stolz auf dich sein, denn du wirst viele Hürden meistern, die dir anfangs noch unbezwingbar erscheinen. Glaub mir, nicht nur du fühlst dich so! Auch die anderen, wissen nicht so genau, was sie aus ihrem Leben machen möchten.

5. Verschwende deine Zeit nicht zu lange mit Menschen, die dich nicht verdient haben

In deinen Zwanzigern legst du den Grundstein für dein späteres Leben. Neben der Familie in der du aufgewachsen bist, hast du jetzt die Möglichkeit, deine eigene Familie auszusuchen bzw. den Partner, mit dem du vielleicht einmal Kinder bekommst und der sie mit dir gründet. Wähle sorgfältig und halte dich nicht zu lange mit Menschen auf, von denen du weißt, dass sie niemals Familie werden können.

6. Feiere solange, bis du das Gefühl hast, nichts mehr zu verpassen … und höre dann auch auf damit, wenn es dir keinen Spaß mehr macht

Früher war ich meistens die Letzte, die nach Hause gegangen ist und habe viele verkaterte Tage im Bett verbracht. So manchen Abend oder Urlaub mit meinem Mädels möchte ich nicht missen! Heute fokussiere ich mich lieber auf meine Zukunft als einen miserablen Kater-Tag durchstehen zu müssen. Das Gefühl, nichts verpasst zu haben und Samstag-Abend gemütlich auf der Couch zu sitzen, ist neu aber schön!

7. Mach Fotobücher

So viele lustige Bilder und schöne Erinnerungen verschollen auf alten Computer oder auf CD’s gebrannt, die heute nicht mehr zu öffnen sind. Die Nachkriegs-Fotos meiner Oma hingegen haben dank Papier-Album überlebt …

8. Achte auf dein Gewicht

JA! Es ist hart, sein Gewicht zu halten mit diesem absoluten Überangebot an Schokolade und Chipstüten im Supermarkt um die Ecke! Aber es lohnt sich! Durch eine gute Figur fühlst du dich gut und strahlst das positiv aus. Umso älter du wirst, umso schwieriger wird es, deine angefutterten Kilos wieder loszuwerden. Das gleiche gilt für Sport: Wenn du bereits eine Routine entwickelt hast, hör bitte nicht auf damit, es fällt so schwer später wieder den Einstieg zu finden!

Last but not least – 9. Verhüte und 10. verwende Sonnencreme 😉 …

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3 Kommentare

  1. Schön, dass du so mutig deinen Weg gehst! Ich werde gerade mit meinem Studium fertig und weiß aber auch, dass ich nicht den normalen Arbeitsweg gehen möchte bzw kann. Du motivierst mich, mir selbst mehr zu vertrauen 😊 LG aus Gießen

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    • Liebe Dana, danke dir vielmals für das schöne Kompliment! Das freut mich so sehr. Lass mich gerne wissen, welchen Weg du jenseits 9to5 einschlägst 🙂 Liebe Grüße aus München nach Gießen

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  2. Pingback: Fang an zu leben – das Ding mit der Komfortzone! | Generation Y

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